Gedanken zum Thema Selbstführung und Veränderung

Führung, Selbstführung und Veränderung sind zentrale Themen meiner Arbeit als Coach und Trainerin. Aus diesem Grund möchte ich in diesem Beitrag einige Gedanken zu diesen Themen niederschreiben. Wie aber kann man nun positive Veränderungen herbeiführen und was bedeutet es, sich selbst und andere gut zu führen?

Nun, ich selbst bin der festen Überzeugung, dass es zuallererst notwendig ist, immer wieder zu reflektieren und in sich zu gehen, um im Leben etwas zu bewirken und Veränderungen zulassen zu können.  Veränderung heißt aber nicht, ständig etwas Neues zu kreieren, sondern vielmehr, in sich zu horchen und zu wissen wohin man gehen möchte, was einem wichtig ist, was man noch lernen sollte und was man weitergeben möchte. Das Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen ist ebenfalls von großer Bedeutung.  Ich bin jedoch nicht unbedingt ein Freund davon, nur die Stärken hervorzuheben, da dies genauso unproduktiv sein kann, wie das zu starke Konzentrieren auf die Schwächen. Meiner Meinung nach sollten wir uns mit beidem beschäftigen, da ja beides ein Teil von uns ist. Ist es nicht so, dass unsere Schwächen auch manchmal Stärken sind?


Manche fragen sich an dieser Stelle vielleicht, woher ich selbst meine Erfahrungen habe und wie ich überhaupt dazu gekommen bin, mich mit dieser Thematik so intensiv zu beschäftigen. Unbewusst beschäftige ich mich wohl seit meiner frühen Kindheit mit dem Thema Selbstführung und Führung. Meine Eltern hatten eine große Landwirtschaft und mein Vater war zudem ein sehr engagierter, zukunftsorientierter Unternehmer, der zusätzlich in verschiedenen Vereinen und Genossenschaften tätig war. Dies bedeutete, dass meine Mutter zu Hause immer sehr viel zu tun hatte und daher lernten meine Schwester, meine 5 Brüder und ich schon sehr früh, was Eigenverantwortung und Disziplin bedeuten. Meine 8 Jahre alte Schwester zog jedoch sehr bald von zu Hause aus, was dazu führte, dass ich meistens alleine mit meinen doch sehr charakterstarken Brüdern war. Außerdem hatten meine Brüder viele Freunde, die recht oft bei uns zu Hause waren, da meine Eltern immer ein offenes Haus für jeden hatten. Oftmals war ich dann das einzige Mädchen unter vielen Jungs, was mich sicherlich sehr stark geprägt hat. Ich wollte damals zwar trotzdem Mädchen bleiben, aber es war mir auch wichtig, mich als Frau durchsetzen zu können. Ich lernte dadurch sehr früh, innerlich in Stresssituationen stark zu bleiben und bald schon entwickelte ich Strategien für mich, um meine sehr willensstarken Brüder „zu führen“. Natürlich war das nicht immer einfach, doch ich bin sehr dankbar für diese Zeit, da ich viele Dinge, die ich in meinem heutigen Beruf als Coach und Trainerin für Selbstführung und Führung brauche, bereits damals lernen durfte. Außerdem spürte ich schon in jungen Jahren immer ganz deutlich, wann es wieder an der Zeit war, in mich zu gehen und meine Strategien zu verändern, um etwas bewirken zu können und das setzt sich auch heute noch genauso fort.


Ist es nicht meistens so, dass wir aus unserer Vergangenheit, welche vielleicht nicht immer rosig war, viele gute Erfahrungen mitnehmen konnten und genau diese Erfahrungen uns stark machten und unsere Persönlichkeit prägten? Diese Erfahrungen können uns aber auch so stark prägen, dass sie uns keinen Schritt weitergehen lassen, weil wir Angst haben diese angelernten Verhaltensweisen aufzugeben, da sie uns ja in den damaligen Situationen auch vor vielem geschützt haben. In meinen Coachings und Trainings habe ich oft mit Menschen zu tun, die durch bestimmte, meist sehr einschneidende Erlebnisse besonders stark geprägt wurden. Diese Menschen wissen zwar oft um ihr Handeln und möchten sich verändern, beruflich oder auch privat, schaffen es aber nicht, da die Gewohnheiten so stark sind, dass es ihnen trotz starkem innerlichen Wunsch nicht gelingt, Veränderungen vorzunehmen. Warum fällt es uns oft so schwer loszulassen? Ich bemerke oft bei mir selbst wie schwer es ist, sich auf Neues einzulassen, obwohl ich sicherlich kein Mensch bin, dem der Mut fehlt oder dessen höchster Wert Sicherheit ist. Manchmal ist es dennoch sehr schwer den ersten

Schritt zu machen, Altes und Gewohntes loszulassen, Vertrauen in sein Tun zu haben. Ist der erste Schritt getan, ist es meistens einfacher den nächsten zu gehen.
Falls auch du Veränderungen wünschst und noch nicht weißt, wie du am besten den ersten Schritt gehen sollst, begleite und unterstütze ich dich gerne dabei.

Tel.: +43 664 5360825

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